Prozess- und betriebswirtschaftliche Analysen
Neben Prozesskostenanalysen und Prozesskostenvergleichen bietet das IPAM institutionsspezifische Costing-Analysen, Supply-Chain-Analysen sowie die Ableitung von Prozesskostenvorteilen innovativer Medikationen und Verfahren an. Bereits bei Erstellung des Studiendesigns erlaubt unsere Prozesskostendatenbank eine Abschätzung der erwarteten Ergebnisse.
Der Sponsor und die Forschung
Fokus der Studie war ein neues innovatives Medikament zur Thromboseprohylaxe in oraler Form, das in diesem Indikationsbereich bislang nur als subkutane Injektion verabreicht wurde. Ziel war es, potenzielle Veränderungen von Arbeitsabläufen und eventuelle Prozesskosteneinsparungen bei Einsatz eines oralen Antikoagulanz statt einer täglichen Spritze mit einem niedermolekularen Heparin in Akut- und Reha-Kliniken zu ermitteln.
IPAM - Lösungsansatz
Zur Bearbeitung der obigen Fragestellung wurden betriebswirtschaftlich-pharmakoökonomische Analysen (einschließlich detaillierter Vor-Ort-Prozessaufnahmen) des neuen Antikoagulans aus Perspektive eines Krankenhauses in jeweils sechs deutschen Akut- und Rehabilitationskliniken, die aus dem IPAM-Netzwerk gewonnen werden konnten, durchgeführt. Darüber hinaus wurde ein Online-Prozesskostentool erstellt, welches interessierten Kliniken erlaubt, eine individualisierte Prozesskostenanalyse durchzuführen.
Ergebnisse
Es konnte gezeigt werden, dass die Einführung eines oralen Antikoagulanz Prozesskosten reduziert. Durch Gabe des neuen Antikoagulans ist ein Prozesskostenvorteil von 2,43 Euro/ Patiententag im Akutbereich und 1,40 Euro/ Patiententag im Rehabilitationsbereich realisierbar.
Publikation T. Wilke, K. Neumann, U. Klapper, I. Meßer, A. Werner, U. Seidel, D. Röleke (2008), Orale Antikoagulation bei Hüft- und Kniegelenkersatzpatienten. Prozessanalyse in Akut- und Rehabilitationskliniken, in: Der Orthopäde, 37, S. 448-456.
weitere Publikationen T. Wilke, M. Kulle, G. Gotal, C. Hohmann (2006), Tablette versus Spritze – eine
betriebswirtschaftlich-pharmakoökonomische Analyse von Antikoagulanzien in sechs
Krankenhäusern, in: Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement, 11, S.
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