Ursachen von Non-Adherence/Non-Persistence
Das IPAM verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Non-Adherence-Ursachenforschung und hat in 2011 die Ergebnisse der größten jemals in Deutschland durchgeführten Non-Adherence-Ursachenforschung in „Value in Health“ veröffentlicht. Wir arbeiten bei der Ursachenforschung mit multivariaten Analyseansätzen und setzen einen eigenen validierten Non-Adherence-Ursachenidentifikationsfragebogen ein.
Der Sponsor und die Forschung
Gemeinsam mit dem Sponsor sollten am Beispiel von mehr als 1.500 Chronikern die Ursachen der Non-Adherence identifiziert werden.
IPAM - Lösungsansatz
In zwei Befragungen wurden mehr als 1.500 Patienten interviewt. Es wurde eine eigens entwickelte Befragungstechnik eingesetzt.
Ergebnisse
Das IPAM fand heraus, dass etwa 35-40% der Patienten als non-adherent beschrieben werden kann. Die Studie zeigt, dass die Existenz von sogenannter intentional NA deutlich mehr Einfluss als alle anderen ursächlichen Faktoren hat. Positive Medication-Beliefs, eine positive Stimmung und eine gute Arzt-Patient-Beziehung reduzieren das NA Risiko. Darüber hinaus haben Patienten, die selbst in der Lage sind, die Medikamente richtig einzunehmen, eine reduzierte Wahrscheinlichkeit von NA. Ein zusätzliches Risiko haben Patienten, die chronisch krank sind. Liegen keine anderen Ursachen vor, ist bei diesen Patienten die Wahrscheinlichkeit von NA 10,4%. Bei Patienten die alle identifizierten Ursachen von Risiken aufzeigen, erhöht sich die Rate auf 93,9%.
Die Ergebnisse werden Eingang in zukünftige Adherence-Programme des Sponsors finden.
Publikation T. Wilke, S. Müller, DE Morisky (2011). Towards identifying the causes and combinations of causes increasing the risks of non-adherence to medical regimens; the combined results of two German self-report surveys, in: Value in Health (angenommen; in Publikation).